Donnerstag, 10. Oktober 2024 @ echoraum, 20:30
Klaus Lang: sei-jaku
Für Streichquartett
mit Koehne Quartett
“… powerful, abstract, atmospheric. Sei-Jaku is one way of pronouncing the two characters of the title in Japanese. They stand for "Tarnished" and "Star.“ [Forced Exposure, USA] Das 2003 auf der CD "20 Jahre Inventionen" (Edition RZ, Ed. RZ 4005) dokumentierte Streichquartett sei-jaku von Klaus Lang wurde im Rahmen des Festivals Inventionen 2002 im Großen Sendesaal des SFB durch das Arditti String Quartet am 30. 6. 2002 aufgeführt.
[https://www.edition-rz.com]
Klaus Lang
* 1971 in Graz; lebt in Steirisch Laßnitz. Klaus Lang studierte Komposition und Musiktheorie bei Hermann Markus Preßl, Beat Furrer und Younghi Pagh-Paan sowie Orgel bei Otto Bruckner an der KUG. Klaus Lang liebt Tee. Was er nicht mag, sind Rasenmäher und Richard Wagner. Musik wird von Klaus Lang nicht als Mittel gebraucht, um außermusikalische Inhalte zu transportieren, seien es Affekte, philosophische oder religiöse Ideen, politische Programme, Werbeslogans etc. Musik ist für ihn keine Sprache, die der Kommunikation außermusikalischer Inhalte dient. Sie ist ein freies, für sich stehendes akustisches Objekt. In seinen Arbeiten wird Klang nicht benutzt, er wird hörend erforscht, und ihm wird die Möglichkeit gegeben, seine ihm innewohnende reiche Schönheit zu entfalten. Wenn Klang nur Klang ist (und auf nichts anderes verweisen soll), gerade dann wird er als das wahrnehmbar, was er eigentlich ist: als ein zeitliches Phänomen, als hörbare Zeit. Die Zeit als das eigentliche Material des Komponisten ist für Klaus Lang also auch zugleich zentraler Gegenstand der Musik. Musikalisches Material ist durch das Klingen wahrgenommene Zeit, der Gegenstand von Musik das hörende Erlebnis von Zeit. Musik ist hörbar gemachte Zeit. (Klaus Lang)
[https://www.wienmodern.at/2022-bio-klaus-lang-de-61]
Koehne Quartett
Siehe S. 12.